Stoßwellen-
therapie
Die Stoßwellentherapie hat ihren Ursprung in der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL), die seit 1980 zur nicht-invasiven Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt wird. Seit den 1990er Jahren nutzt man Stoßwellen auch zur Behandlung chronischer Schmerzen und gestörter Knochenheilung, wobei das Anwendungsspektrum stetig wächst (z. B. Haut-, Muskel-, sowie experimentell Herz- und Demenz).
Die Behandlung erfolgt im Normalfall in 3-5 Sitzungen innerhalb einiger Minuten in Abhängigkeit der Impulszahl. Nach der Lokalisation des Schmerzbereichs wird Gel aufgetragen. Das Stoßwellengerät wird auf die Behandlungsstelle aufgelegt. Der Applikator stößt fokussierte, hörbare sowie spürbare Schallwellen direkt auf die Schmerzstellen.
Die Behandlung wird überwiegend als unangenehm, jedoch nicht als schmerzhaft empfunden. In seltenen Fällen können während oder kurz nach der Anwendung leichte Schmerzen auftreten, die in der Regel schnell wieder abklingen.
Gerne bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die Therapie unverbindlich und kostenfrei zu testen, um sich selbst ein Bild zu machen und mögliche Vorbehalte abzubauen.
Eine Kostenübernahme kann im Vorfeld bei der Krankenkasse (ÖGK, SVS, KFA, BVA etc) beantragt werden. Bei bestimmten Indikationen ist dabei eine Teilerstattung möglich. Viele private Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten der Behandlung. Weitere Details werden im Rahmen der individuellen Begutachtung geklärt.
Grundsätzlich werden zwei Arten unterschieden:
-
1. Fokussierte Stoßwelle (f-ESWT): Die Energie wird gebündelt (fokussiert) auf einen bestimmten Punkt im Körper. dringt tiefer ins Gewebe ein (z. B. Knochen, tiefliegende Sehnen). Höhere Energie ,gezielter
-
Häufig eingesetzt bei: Knochenstörungen ,Kalkschulter, tiefen Sehnenproblemen
-
2. Radiale Stoßwelle (r-ESWT)/ Druckwelle, Massagewelle
- Die Energie breitet sich strahlenförmig (radial) von der Applikationsstelle aus.
- Wirkt eher oberflächlich und in einem größeren Bereich.
-
Niedrigere Energie
-
Häufig eingesetzt bei: Muskelverspannungen
Aktuelle Indikationsliste
Grundlage: DIGEST-Leitlinien zur Extrakorporalen Stoßwellentherapie
-
Bei Demenz: kann die Stosswelle als Transkranielle Pulsstimulation (TPS ®) eine deutliche Verbesserung der Gehirn-Leistungsfähigkeit erreichen.
-
Bei Impotenz: Die Stoßwellentherapie (ESWT) wird bei Erektile Dysfunktion als nicht-invasive Behandlungsoption eingesetzt, vor allem bei gefäßbedingten Ursachen. Dabei werden niedrigenergetische Stoßwellen auf den Penis angewendet, um die Durchblutung zu verbessern und die Bildung neuer Blutgefäße (Neovaskularisation) anzuregen.
-
Bei Cellulite: die Stoßwellentherapie kann bei Cellulite die Durchblutung und den Lymphfluss verbessern, das Bindegewebe lockern und die Kollagenbildung anregen. Dadurch wirkt die Haut glatter und straffer, wobei die Ergebnisse individuell sind und meist mehrere Behandlungen erfordern.
Erklärende Videos zur ESWT
Die fokussierte Stoßwellen Therapie wird ausschließlich von dem Arzt durchgeführt.
„Stoßwellentherapie ist eine ärztliche Tätgkeit, welche gemäß § 2 Abs. 1 Ärztegesetz 1998 dem Arztvorbehalt unterliegt.“


